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Zaha Hadid - Die Architektin

Zaha Hadid zählt zu den talentiertesten und innovativsten Architektinnen der Gegenwart. Radikal bricht sie mit konventionellen Vorstellungen und Bauformen. Als erste Frau überhaupt erhielt sie 2004 die weltweit wichtigste Auszeichnung für Architekten, den Pritzker-Preis.

Geboren am 31. Oktober 1950 in Bagdad schloss Hadid 1977 ihr Architekturstudium an der renommierten „Architectural Association“ (AA) in London ab. Sie wurde Mitglied im „Office for Metropolitan Architecture” und gründete 1980 ihr eigenes Büro, wobei sie sich zunächst nahezu ausschließlich auf die Lehre konzentrierte. Sie begann in der AA zu unterrichten, ist Teil des Lehrstuhls an der „Graduate School of Design” an der Harvard Universität und nimmt Gastprofessuren an der „Hochschule für Bildende Künste“ in Hamburg wahr. Seit 2000 ist sie eine Professorin am Institut für Architektur an der „Universität für angewandte Kunst“ in Wien und leitet dort das „studio-hadid-vienna“.

Noch bevor sie ihr eigenes Büro eröffnete, erregte Hadid mit ihren außergewöhnlichen Entwurfskizzen Aufmerksamkeit. Noch immer imponieren dabei ihre zukunftsweisenden Konzepte, mit denen sie die Zukunft der Menschen gestalten will. Fortwährend verschiebt Zaha Hadid die Grenzen von Architektur und städtischem Design. Ihre Arbeiten experimentieren mit neuen Konzepten, die existierende räumliche Landschaften in einem visionären Streben nach Ästhetik intensivieren. Mit ihren Vorstellungen von unkonventioneller Baukunst signalisiert sie die Auflösung des Raumes und zugleich eine neuartige Definition seiner realisierten Form. Fließende Formen vermitteln dem, der sie erlebt, ein neues, ungekanntes Raumerlebnis. Ihre Konzepte widersprechen der Vorstellung einer überlegenen, idealen Form einen Raum zu organisieren. Trotz aller Innovation und Zukunftsträchtigkeit legt Hadid Wert auf Funktionalität. Diese wird durch die flexiblen Raumgliederungen erhalten. Durch die offene Raumstruktur lassen sich sowohl traditionelle als auch moderne Nutzungskonzepte umsetzen.

Lange Zeit waren Hadids Entwürfe potenziellen Bauherren zu gewagt. Bereits ihre Skizzen scheinen ohne rechte Winkel auszukommen und sind ein atemberaubendes Zusammenspiel aus schiefen Ebenen, spitzen Wänden und hervor ragenden Dächern. Schon 1983 erregte sie mit dem umgebauten Freizeit- und Erholungspark „The Peak Leisure Club“ an einem Berghang in Hongkong erstmals internationales Aufsehen. Dennoch gelang ihr erst 1993 der Durchbruch: Die von ihr für das Vitra-Werk entworfene Feuerwache in Weil am Rhein wurde ein weltweit bekannter Bau. 2000 folgte ihr Entwurf für das Science Center phæno. Hadids größtes Projekt in Deutschland überzeugt durch eigenständige Formensprache und der außergewöhnliche Bau verhalf ihr zu weltweiter Anerkennung.

Inzwischen ist Hadids Londoner Büro international etabliert und zählt auch das Center of Contemporary Arts in Cincinnati, das Museum MAXXI (National Museum of 21st Century Arts) in Rom und die Mind Zone im Millennium Dome in London zu ihren außergewöhnlichen, kulturell bedeutenden Projekten der jüngeren Zeit. Zu Hadids weiteren Arbeiten gehören zudem das Art und Media Zentrum in Düsseldorf, der Ausstellungspavillon für Video Art in Groningen, das Cardiff Bay Opera House, die Bergiselschanze in Innsbruck, der Brückenpavillon in Zaragoza, die Wohnhäuser der Spittalauer Lände in Wien und das BMW Zentralgebäude in Leipzig.

Ihr künstlerisches Angebot erweitert Hadid durch ihre Passion zum Design: Der Innenraumgestaltung zu ihren eigenen Projekten und dem Möbeldesign widmet sie sich mit hohem Engagement. Für die Pop-Gruppe „Pet Shop Boys" gestaltete sie eine Konzertbühne. Ihre Werke bereichern unter anderem die Bestände des Museums of Modern Art in New York und das Deutsche Architektur Museum in Frankfurt, denn Zaha Hadid entwirft Architekturzeichnungen als künstlerisches Werk; einige im Wert eines Wohnhauses.

Zaha Hadid wurde 2004 als erste Frau mit dem für Architekten bedeutendsten Preis, dem Pritzker-Preis, ausgezeichnet. Außerdem ist sie seit 2002 „Commander of the British Empire“ und Ehrenmitglied der „American Academy of Arts and Letters“.

Derzeit arbeitet Zaha Hadid an der Innenaussattung des “Puerta America” Hotels in Madrid, der „Scheich Zayed“ Brücke in Abu Dhabi und dem Guangzhou Opern Haus in China.

Weitere Informationen finden Sie unter www.zaha-hadid.com


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