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Blog.

In einem Land vor unserer Zeit.


  • So sieht die Ausgrabungsstätte in Schandelah aus, aus der die Schieferplatten für unser Sommerprogramm stammen.
  • In jeder Schieferplatte kann ein kleiner Schatz verborgen sein.
  • Die Schieferplatten lassen sich leicht mit einem Schlag spalten.
  • Faszinierend, dass wir hier ein Stück Erdgeschichte in den Händen halten!
  • Dieser Abdruck entstand vor 185 Millionen Jahren!
  • Ein fossiler Ammonit. Beim Klopfen ist ein waches Auge gefragt.
  • So sahen die Ammoniten zu Lebzeiten aus (links).
  • Na, wer hat den größeren Fund gemacht?
  • Davy Champion (li.), Organisator des phaeno Sommerpogramms und Dr. Ralf Kosma vom Naturhistorischen Museum Braunschweig beim Steineklopfen. Foto: Lars Landmann

Exkursion des phaeno Teams nach Schandelah

In einem Land vor unserer Zeit gab es weder Wolfsburg noch die Region um Wolfsburg. In einem Land vor unserer Zeit gab es dort, wo wir heute gehen und stehen, nicht einmal Land zum Gehen und Stehen. An der Stelle, an der wir phaeno Mitarbeiter vor ein paar Tagen an einem heißen, sonnigen Tag – inmitten von Bäumen, Feldern, Dörfern, Gebäuden und Straßen – standen, war früher… Wasser. Vor Millionen von Jahren waren weite Teile Deutschlands vom warmen, subtropischen Jurameer überflutet, so auch die Region um Wolfsburg. Dieser Blog erzählt von unserer Exkursion zur Ausgrabungsstätte „Geopunkt Jurameer Schandelah“, die durch das Naturhistorische Museum Braunschweig ermöglicht wurde.

Zu Beginn nahmen uns Frau Karin Rabe, Museumspädagogik Naturhistorisches Museum und Herr Dr. Ralf Kosma, Leiter der Paläontologie im Naturhistorischen Museum und Leiter der Ausgrabung in Schandelah, in einem spannenden Vortrag mit auf eine Zeitreise ins Jura. Und dann ging’s auf „Jagd“ – auf Jagd nach Fossilien:

Bewaffnet mit Hammer und Meißel begaben wir uns in die Ausgrabungsstätte. Die ersten Funde ließen auch nicht lange auf sich warten. Immer dann, wenn man freudige Aufrufe hörte oder sah, wie sich ein Grüppchen bildete, konnte man davon ausgehen, es hatte wieder jemand ein Fossil gefunden. Der Schiefer, den wir hier in der Hand hielten, ist 175 bis 185 Millionen Jahre alt. EINHUNDERTFÜNFUNDACHTZIG MILLIONEN JAHRE! Unvorstellbar. Unvorstellbar, dass sich unsere Erde schon seit MILLIONEN von Jahren dreht und noch unvorstellbarer, dass unsere Erde schon vor Millionen von Jahren von Tieren und Pflanzen bevölkert war. Und genauso unvorstellbar ist die Tatsache, dass es heute noch Überreste von diesen Lebewesen gibt, die vor über 185 MILLIONEN Jahren gelebt haben.

Da stellt man sich doch die Frage, wie es überhaupt möglich ist, dass Überreste, wie Gehäuseschalen, Knochen, Greten, Zähne und sogar filigrane Seelilien, Millionen von Jahre überdauert haben … Also das war so: Masseweise Algen sind abgestorben und auf den Meeresboden gesunken. Dort bildete sich eine sauerstoffarme Schlammschicht. Auch Lebewesen sind nach ihrem Ableben zu Boden gesunken und wurden dort in der Schlammschicht eingeschlossen und damit vor zerstörenden Einflüssen geschützt. Im Laufe der Jahrmillionen wurde diese Schicht mit weiteren bedeckt, z. B. aufgrund von Erosion. Auch veränderte sie dadurch ihre Lage. Eine Grafik, auf der diese verschiedenen Erdschichten mit Datierung veranschaulicht sind, nennt man stratigraphisches Profil.

Vom 28.06. bis 08.08.2018 könnt ihr bei uns in der ConeHall des phaeno den Schiefer aus Schandelah mit von uns zur Verfügung gestellten Werkzeugen bearbeiten und euer Glück bei der Jagd nach Fossilien versuchen! Bei unserem Schiefer handelt es sich um den Posidonienschiefer, der besonders reich an Fossilien ist. Mit ein wenig Glück findet ihr also schnell einen Ammonit. Mit etwas mehr Glück stößt man auf einen Belemniten und wer ganz besonders viel Glück hat, der findet vielleicht sogar Überreste von Krokodilen, Flug- oder Fischsauriern. Okay, da würde schon eine saurier-große Portion Glück zu gehören – aber wir wissen ja:

Wer nicht wagt,

der nicht gewinnt

und wer nicht suchet,

der nicht find‘.

=D

Wir sind gespannt und freuen uns auf den 28. Juni!

 

 

 

Ein Highlight unseres Sommerprogramms wird das in Schandelah gefundene Fossil eines Ichthyosauriers sein. Dieses ist eine Leihgabe des Naturhistorischen Museums Braunschweig. Hierfür und für die gesamte Kooperation ein großes Dankeschön!

Ein zweites Dankeschön gilt unserem Kollegen Davy Champion, Team „Ausstellung und Programme“ und Organisator unseres Sommerprogramms. Danke für den schönen Ausflug!