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Blog.

Ein kleines rotes Kinderfahrzeug wird bald eine digitale Kurzgeschichte erzählen!


Es gibt Spielzeuge, da fallen wohl jedem einzelnen von uns ganz viele Geschichten dazu ein. Bei dem einen ist es vielleicht der Kaufmannsladen und beim anderen das berühmte kleine rote Kinderfahrzeug.

Viele alte Spielzeuge wurden phaeno von unseren Besuchern gespendet und bald sollen sie für die Phaenomenale 2020 zu einem Kunstwerk werden. Rebekka und ich sind schon sehr gespannt, denn gleich werden wir die Künstler treffen, die einen ersten Prototypen erstellen. 

Als wir die Werkstatt betreten, sind die beiden Künstler Felix Fisgus und Niklas Roy gerade dabei, alte Spielzeuge mithilfe verschiedenster Techniken zum Leben zu erwecken. Niklas schraubt an einem roten Kinderfahrzeug. Er ist so vertieft, dass er kaum nach oben blicken kann. Das kann ich total verstehen. Denn das ist definitiv ein Spielzeug, das einen emotional in den Bann zieht. Ich sehe sofort meinen Sohn vor dem geistigen Auge durch die Wohnung flitzen. „Ich werde ein Rad mit einem Motor versehen und dann vielleicht noch eine Puppe hinzufügen“, erklärt er mir beim Arbeiten.

 

  • (Foto: phaeno)
  • (Foto: phaeno)

Felix ist gerade dabei, sich ein Spielzeug für sein nächstes Projekt auszusuchen. Ganz gebannt hockt er neben dem gut sortierten „Haufen“. Plötzlich fällt sein Blick auf eine Ente. „Die guckt so schön erschrocken“, zeigt er mir lachend den Blick der Ente. „Die könnte doch vielleicht vor der Schlange erschrecken, die schon auf meiner Werkbank liegt“, ist er überzeugt.  Man sieht ihm an, wie die Ideen in seinem Kopf schon immer konkreter werden. Er zeigt mir gleich, wie die Schlange und die Ente interagieren könnten. Später sollen dies alles Motoren und digitale Technik übernehmen. Unglaublich, wie sein geschulter Blick die besten Stücke herausgepickt hat und zu einer Kurzgeschichte verbindet. 

  • (Foto: phaeno)
  • (Foto: phaeno)

Wie dieses Kunstwerk am Ende einmal ungefähr aussehen wird, sehen wir nun endlich an dem Prototypen. Die beiden haben in den letzten Tagen eine große Kugelbahn zusammengebaut. In dieser rollt eine Kugel, deren Verlauf durch Weichen gesteuert wird. „Kommt die Kugel an einer Lichtschranke vorbei, wird sofort eine kleine Geschichte ausgelöst“, erklärt mir Felix. Dieses Kunstwerk werden die beiden Künstler während der Phänomenale mit vielen Geschichten ergänzen. „Wir suchen noch Jugendliche, die beim Gestalten mithelfen wollen“, erklärt mir Niklas. Den beiden ist nämlich besonders wichtig, dass nicht nur ihre Ideen, sondern auch andere kreative Köpfe an der Gestaltung mitwirken.  

Mehr Infos findet ihr hier.

Doch der Umweltgedanke spielt eine ebenso große Rolle.  „Alte Spielzeuge sollen dabei nicht nur wiederverwertet, sondern aufgewertet werden“, meint Niklas.  „Wenn das Kunstwerk fertig ist, wird man es sogar mit dem Smartphone steuern können“, ergänzt Felix.

  • (Foto: phaeno)
  • (Foto: phaeno)
  • (Foto: phaeno)
  • (Foto: phaeno)
  • (Foto: phaeno)

Die beiden sind so mit ihrem Kunstwerk beschäftigt, dass ich mich kaum traue zu fragen, ob sie schon Zeit für die phaeno Ausstellung hatten. Mit einem anderen Kunstwerk war Niklas nämlich schon einmal im phaeno zu sehen. Er hat bei der großen Flipperausstellung den Flipper „Galactic Dimension“ aufgebaut. Direkt in der Ausstellung war der große Flipper ein Blickfang. Niklas stammt aus Berlin und findet es besonders spannend Elektronik, Mechanik und Digitales zu verbinden. Felix macht gerade seinen Master im Studiengang „digitale Medien“ an der Hochschule für Künste Bremen.

Als ich Niklas frage, ob er schon neue Exponate entdeckt hat, gesteht er mir, dass er natürlich neugierig war, wie das phaeno jetzt aussieht. Deswegen hat er Felix das phaeno auch schon gezeigt und beide haben zusammen ein Exponat entdeckt, das ihnen besonders gefällt. 

Rebekka und ich gehen jetzt leise aus der Werkstatt, um den kreativen Prozess nicht zu stören. Wir treffen sie nach ihrer Mittagspause und sind schon gespannt, was sie sich wohl ausgesucht haben. Beide stehen an Pentakis von Caspar Schwabe, einem zauberhaften Kaleidoskop. „Beeindruckend, wie ein relativ kleines Objekt durch optische Tricks so groß aussehen kann“, meint Niklas. Felix ist von den vielen Spiegelungen ebenso begeistert. 

  • (Foto: phaeno)
  • (Foto: phaeno)
  • (Foto: phaeno)
  • (Foto: phaeno)

Pünktlich zum Start des Workshops für die Phaenomenale am 19. September werden beide wieder im phaeno sein und an ihrem Kunstwerk weiterarbeiten. Wir beide sind überzeugt: Das Kunstwerk wird ein außergewöhnlicher Hingucker. Nicht verpassen! Während der Phaenomenale kann man den beiden Künstlern über die Schulter gucken.