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Blog.

Hänsel und Gretel, Rumpelstilzchen und Co.


  • Allegory of love by Paul Spooner
  • Sheepshearer by Ron Fuller
  • Sheepshearer by Ron Fuller
  • Poisoned milk by Paul Spooner
  • Day of the Dead Band
  • Rumplestiltskin by Carlos Zapata
  • Hansel und Gretel by Fi Henshal
  • Der Puppenkopf wird Teil der großen Gemeinschaftsmaschine.

In der Sonderausstellung „Der vergiftete Kater ... und andere Märchenmaschinen“ drücke ich den ersten Knopf einer Märchenmaschine und schon haut ein kleiner Holz-Hobbyhandwerker mit einem Hammer immer wieder neben einen Nagel, den er gerade einschlagen will. Irgendwie bin ich dabei hin und hergerissen zwischen Mitleid, dem Gefühl „Hab ich auch schon einmal erlebt“ und leichter Häme. So sollen sie sein - die kleinen Geschichten aus dem Alltag. Sie bringen uns zum Schmunzeln, Nachdenken oder Lachen. Und eine gute Portion typisch britischer Humor ist in den Maschinen des Cabaret Mechanical Theatre natürlich auch mit dabei: Da tauschen beispielsweise Schaf und Scherer die Rollen und der Scherer verliert dabei nicht nur seine Frisur, sondern auch gleich den Kopf.  In diese Kategorie britischer Humor gehört sicher auch die Maschine, in der ein Kater Milch leckt, umfällt und dann auch wieder aufsteht.

Ich nehme mir Zeit für die fantasievollen Maschinen, um die Mechanismen zu verstehen und die vielen Details nicht zu verpassen. Ein weiteres Highlight ist eine Band, in der die Bandmitglieder aus lauter Skeletten bestehen und munter auf Totenköpfen muszieren. Da klappert nicht nur das Gebein.

Insgesamt werden 30 Maschinen von sieben Künstlern ausgestellt. Bekannte Märchen dürfen natürlich auch nicht fehlen. Die arme Müllerstochter heult sich mit einem Bündel Stroh in der Hand die Augen aus dem Kopf, während Rumpelstilzchen schon fast siegessicher immer wieder im Hintergrund auftaucht. Besonders detailreich ist auch das Märchen von Hänsel und Gretel dargestellt. Hier darf man zuschauen, wie Gretel den Deckel über dem Ofen der Hexe schließt.

An zehn Maschinen zum Mitmachen versuche ich jetzt noch nachzuvollziehen, wie die Hebel,  Übersetzungen und Zahnräder funktionieren. Faszinierend!

So motiviert baue ich am Ende meines Rundgangs noch bei der großen Maschine mit. Dank eines Modells ist das System sehr gut zu verstehen. Nach ein paar Mal rumprobieren ist meine eigene kleine Maschine fertig. Ein Puppenkopf dreht sich munter und wird am Ende zum Teil der großen Maschine.

Die Sonderausstellung ist noch bis zum 16. Februar im phaeno zu sehen.