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Forschung an den Grenzen des Wissens

Vortragsreihe.

(Foto: Dietmar Öhlmann)

Für die neue Vortragsreihe haben die Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft und die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen Referenten aus unterschiedlichen Fachrichtungen gewonnen. Die vier Wissenschaftler haben eines gemeinsam: Getrieben von Neugier versuchen sie den Grenzen des Wissens zu forschen und diese vielleicht ein wenig zu erweitern.

Bleiben Sie neugierig. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Die Vorträge werden im phaeno Wissenschaftstheater gehalten. Der Eintritt ist frei.

 

Ausführliche Informationen zu den Vorträgen erhalten Sie, wenn Sie die nachfolgenden Vortragstitel anklicken oder im Veranstaltungsflyer, den Sie hier downloaden können.

4 Vorträge an den Grenzen des Wissens:

06.02.2020 - Neurowissenschaften: 114 Jahre Alzheimer Forscher - Licht am Ende des Tunnels? Prof. Konrad Beyreuther, Netzwerk Alternsforschung/Universität Heidelberg

Im November 1906 beschrieb Alois Alzheimer den ersten Fall einer Erkrankung, die seit 1910 als Alzheimer-Krankheit bezeichnet wird. Er fand Amyloid und Neurofibrillenbündel im Gehirn der dementen Patientin, was niemand erwartet hatte und verstand. Knapp 80 Jahre später, die nächste Überraschung. Jeder Mensch trägt Gene für Amyloid und kann Amyloid bilden, und Amyloid, eine Art „Protein-Krebs“, löst die Bildung von Neurofibrillen aus, aber nicht jeder Mensch erkrankt. Ein Beweis dafür, dass es sich um eine therapierbare Krankheit handelt, an der etwa 30-35 Millionen weltweit erkrankt sind. Derzeit arbeiten über 20 Tausend Wissenschaftler an den Ursachen der Krankheit und deren Heilung.

Referent: Prof. Konrad Beyreuther, Netzwerk Alternsforschung (NAR), Universität Heidelberg

Donnerstag, 6. Feburar 2020 um 18:30 Uhr im Wissenschaftstheater phaeno

13.02.2020 - Erdvermessung: Erdbeobachtung mit Quanten und Relativität, Prof. Jürgen Müller, Leibniz Universität Hannover

Aktuelle technologische Entwicklungen in der Quantenphysik ermöglichen neuartige Anwendungen und Messkonzepte in der Geodäsie und der Erdbeobachtung. Der Vortrag wird sich auf zwei Konzepte konzentrieren: Eines wendet die Atominterferometrie für die Schwerefeldbeobachtung an, das zweite nutzt Uhrennetzwerke, um Höhenunterschiede zwischen den Uhren-Standorten zu bestimmen.  Im ersten Fall, werden Schwereanomalien mittels frei-fallender Atome („QuantenGravimetrie“) beobachtet; diese Technik kann auch für künftige gradiometrische Messungen im Weltraum benutzt werden. Im zweiten Fall – gemäß der Einsteinschen Relativitätstheorie – kann man aus Frequenzvergleichen zweier hochgenauer optischer Uhren, die über Glasfaserkabel verbunden sind, die zugehörige Differenz des Schwerepotentials und damit der Höhe bestimmen.  Die Erdmessung und die Erdbeobachtung profitieren von diesen neuartigen Entwicklungen. Ein Beispiel ist die direkte Bestimmung von physikalischen Höhen. Außerdem können Massenvariationen für eine Vielzahl von geowissenschaftlichen Anwendungen genau beobachtet werden, z. B. zur Erfassung der Grundwasserabnahme aufgrund des Klimawandels.

Referent: Prof. Jürgen Müller, Leibniz Universität Hannover

Donnerstag, 13. Februar 2020 um 18:30 Uhr im Wissenschaftstheater phaeno

27.02.2020 - Quantenphysik: Die zweite Quantenrevolution, die Grundlage zukünftiger Quantentechnologie, Prof. Wolfgang Ertmer, Leibniz Universität Hannover

Im letzten Jahrhundert haben die Quantenphysik, die Quantenmechanik und die Allgemeine Relativitätstheorie die Vorstellungen zum Aufbau der Materie und des kosmischen Raum-Zeit-Gefüges, in dem wir leben, dramatisch verändert. Die atemberaubenden Konsequenzen reichten von den Naturwissenschaften über die Technik bis zur Philosophie und betrafen unsere gesamte Lebenswirklichkeit. Eine Folge war die „erste Quantenrevolution“ mit Schlüsselerfindungen wie der Halbleitertechnik, des Transistors, der Chiptechnologie oder der Lasertechnologie. Diese Entwicklung ermöglichte das heutige Kommunikationszeitalter. In den letzten Jahren ist es gelungen, Materie und Licht sogar soweit zu kontrollieren, dass  subtile Quanteneigenschaften wie Superposition und Quantenverschränkung oder Quantensysteme wie Bose-Einstein-Kondensate eine „Zweite Quantenrevolution“ ermöglichen. Diese wissenschaftlichen Durchbrüche werden zukünftig auch das Spektrum innovativer quantentechnologischer Anwendungen deutlich erweitern.

Referent: Prof. Wolfgang Ertmer, Leibniz Universität Hannover

Donnerstag, 27. Februar 2020 um 18:30 Uhr im Wissenschaftstheater phaeno

05.03.2020 - Astrophysik: Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Die Suche nach "Planet B", Prof. Stefan Dreizler, Georg-August-Universität Göttingen

Die Entdeckung des ersten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems war ein Meilenstein in der modernen Astrophysik. Damit war die Jahrtausende alte Frage beantwortet, ob unser Sonnensystem einmalig ist. Diese bahnbrechende Entdeckung wurde daher 2019 mit dem NobelPreis für Physik ausgezeichnet. Inzwischen kennen wir über 4000 solcher Exoplaneten. Der Vortrag bietet einen Überblick über die technologisch sehr anspruchsvollen Methoden zur Suche und Charakterisierung der Planeten und Planetensysteme und fasst den Stand des sich sehr dynamisch entwickelnden Forschungsgebiets zusammen. Besonders spannend ist hierbei die Frage wie einmalig unsere Erde ist, ob es also einen „Planet B“ gibt.

Referent: Prof. Stefan Dreizler, Georg-August-Universität Göttingen

Donnerstag, 05. März 2020 um 18:30 Uhr im Wissenschaftstheater phaeno

 

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