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Wege zur Kunst.

"Wege zur Kunst" ist eine Vermittlungsreihe, die als Erweiterung des Musikvermittlungsprogramms der Konzertreihe des Scharoun Theaters Wolfsburg angeboten wird und nach großem Erfolg in der letzten Spielzeit nun fortgesetzt wird. Dabei werden insbesondere Vergleiche zwischen den Kunstformen Musik, Bildender Kunst und Architektur angestellt, um Form und Gehalt von Kunstwerken innerhalb des kulturellen Gesamtkontextes verstehen und einordnen zu können.

Angeboten werden vier Vorträge im phaeno:

 

Sonntag, 16.09.2018, 11:00 Uhr

Alles neu - im 19. Jahrhundert?

Ein Beitrag zur Epoche des Historismus mit ihren Vergleichbarkeiten in der Architektur, der
bildenden Kunst und der Musik.


Trotz vieler Zerstörungen, vor allem durch die Bombardierungen des Zweiten Weltkrieges, bestimmt die Architektur der sogenannten Gründerzeit, also des letzten Drittels des 19. Jahrhunderts, mit ihren strukturellen Hinterlassenschaften und ihrem unverkennbaren Erscheinungsbild immer noch wesentlich das Gesicht vieler europäischen Kern- und Altstädte.
Neogotische und -romanische Kirchen, Theater, Museumsbauten, Offizialbauten und ganze Viertel von Bürgerhäusern im Stil der Neorenaissance prägen nachhaltig das aktuelle Bild von Stadträumen.
Weniger im öffentlichen Bewusstsein ist die Kultur der Nationaldenkmäler verortet, die in diesem epochalen Bereich ihre Bedeutung entfaltet haben.
Auf das Engste verknüpft damit ist die Wandgestaltung der Innenräume im Historismus und
der geschichtsverherrlichenden Malerei. Weniger offensichtlich sind die Vergleichbarkeiten mit der Musik, insbesondere der sogenannten spätromantischen Sinfonik.
Der Vortrag untersucht diese Vergleichbarkeiten am Beispiel der Sinfonik von Johannes Brahms,
der als Hauptvertreter des musikalischen Historismus eingeordnet werden kann.

 

Sonntag, 04.11.2018, 11:00 Uhr

Moderne Zeiten - Der Tramp als Viator mundi

Anmerkungen zum Schaffen des universalgenialen englischen Komikers, Schauspielers, Regisseurs, Komponisten und Produzenten Charles Spencer Chaplin.

Der bald nur noch „Charlie“ Genannte begann sein Karriere schon als Kind auf den Bühnen von sogenannten Music Halls.
In der Folge eroberte er sich mit der Figur des „Tramp“ das seinerzeit neue Medium Stummfilm und erlangte schon während des ersten Weltkriegs weltweite Bekanntheit und Beliebtheit.
In dem 1937 gedrehten Film „Moderne Zeiten“ befasste sich Chaplin kritisch mit dem in der Maschinenwelt untergehenden Menschen. Das führte zu kritischen Reaktionen der US-amerikanischen Wächter gegen anti-amerikanische, kommunistische Umtriebe.
Die Darstellung Hitlers in „Der große Diktator“ wurde ebenfalls kritisch gesehen. Die amerikanische Sicht auf Hitler war zur Entstehungszeit des Films noch seltsam respektvoll und geradezu naiv.
Während der McCarthy-Ära wurde Chaplin sogar des Landes verwiesen und kehrte erst zwanzig Jahre später, zur Verleihung des Ehren-Oscars für sein Lebenswerk, für wenige Tage in die USA zurück.
Der Bedeutung der Filmmusik Chaplins widmet sich der Vortrag mit besonderer Aufmerksamkeit.

 

Sonntag, 10.02.2019,  11:00 Uhr

Die Freiheit führte das Volk

Versuch einer Analyse des Revolutionsgemäldes von Eugène Delacroix, dem wichtigsten Vertreten der französischen Malerei der Romantik.

Als „Allianz von Realität und Allegorie“ interpretierte die zeitgenössische Kritik das Bild
aus dem Jahr 1830, das aus Anlass der Pariser Juli-Revolution entstanden war.
Der Darstellung liegt ein Vorfall auf den Barrikaden zugrunde. Eine junge Frau versucht den Tod ihres kleinen Bruders zu rächen, indem sie Soldaten mit einem Gewehr angreift. Sie wird schließlich selbst getötet und findet sich gewissermaßen denkmalhaft als „Marianne“ im Zentrum des Gemäldes wieder. Ihr kleiner Bruder stürmt als Held neben ihr voran.
Vor dem hellen Pulverdampf und dem weißen Feld der Trikolore wird sie zur Lichtgestalt der Freiheit,
die zurück erobert werden soll, fast zu einer göttlichen Erscheinung.
Nachdem das populäre Bild zunächst als grandiose Visualisierung des Freiheitsgedankens vom französischen Staat gekauft wurde, verschwand es bald im Depot, weil revolutionäre Handlungen unter der neuen Regierung von Louis Philippe I. keine bildliche Verherrlichung mehr erfahren sollte. Im Jahr 1848 erfolgte der nächste Aufstand.

 

Sonntag, 28.04.2019,  11:00 Uhr

Less is more

Architektur war für den Erbauer des Barcelona-Pavillons, des Seagram-Buildings und der Neuen Nationalgalerie in Berlin, eine Möglichkeit, „mit der Essenz unserer Zivilisation auf Fühlung zu gehen“.


So äußerte sich „Mies“, der nie so genannt werden wollte und sich nach seiner Mutter deshalb den Namenszusatz „van der Rohe“ gab, in einem legendären Radiointerview, das anlässlich der Grundsteinlegung für seinen einzigen deutschen Nachkriegsbaus im Jahr 1966 in Berlin stattfand. Seine Karriere begann mit einer Lehre im Aachener Steinmetzbetrieb seines Vaters. Es folgte eine weitere „Lehrzeit“ im Büro von Peter Behrens, wo er auf Walter Gropius und Charles-Édouard Jeanneret-Gris traf, der sich später Le Corbusier nannte.
Von Gropius, der im Jahr 1919 so wenig Verständnis für den visionären Hochhausentwurf von Mies van der Rohe hatte, übernahm dieser die Leitung des Bauhauses und betrieb es, bis es auf Beschluss der nationalsozialistischen Kulturpolitik geschlossen wurde.
Im Jahr 1938 wanderte er in die USA aus, wo wesentliche Bauten der zweiten Hälfte seines
Baukünstlerlebens entstanden.
 

Orchesterdirektor, Konzertmanager und Kunstvermittler Martin Weller hält die Vorträge.

Eintritt frei, im phaeno Wissenschaftstheater.

Veranstalter: Scharoun Theater Wolfsburg, Theaterring Wolfsburg e. V. und phaeno

 

Freitag, 10. - Sonntag, 12. Mai 2019

Kunstreise

Berlin – Die Hauptstadtarchitektur der 1990er Jahre und der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts

Anmeldungen und nähere Informationen per Email unter info@artmaks.de.

Veranstalter:
ArtMaks Kulturreisen Andrei Petrov
Lessingplatz 7, 38100 Braunschweig
0531  / 601 880 51

 

Flyer "Wege zur Kunst"

Ausführliche Informationen zu den Vorlesungen und der Kunstreise finden Sie hier im Flyer.

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