Was trägt uns, wenn es schwierig wird? Über Resilienz und Selbstgestaltung.

Science Talk mit

Prof. Dr. rer. nat. Werner Greve, Universtität Hildesheim | Institut für Psychologie

Resilienz zwischen Anpassung und Selbsttreue.

Resilienz ist zu einem Leitbegriff unserer Zeit geworden. Doch was bedeutet es tatsächlich, widerstandsfähig zu sein? Und wo endet notwendige Anpassung, wo beginnt Selbstaufgabe? Was ist es, das uns wirklich resilient macht?

Im Science Talk am 26. März 2026 spricht Prof. Dr. Werner Greve im phaeno Wolfsburg darüber, welche Spielräume Menschen haben, sich selbst zu gestalten – auch unter widrigen Bedingungen. Der Vortrag beleuchtet, wie Identität, Selbstbild und persönliche Handlungsspielräume über die Lebensspanne hinweg entstehen und sich verändern.

Krisen, Enttäuschungen und Belastungen gehören zum Leben. Manche lassen sich beeinflussen, andere nicht. Entscheidend ist, wie wir mit ihnen umgehen.

Person in sportlicher Kleidung, die einen großen Sprung über eine Felslücke in einer wüstenartigen Landschaft macht.

Was trägt uns, wenn Pläne scheitern?

Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Frage, wie Menschen Orientierung bewahren können, wenn äußere Umstände Druck erzeugen oder vertraute Strukturen wegbrechen.

Wie viel Anpassung ist notwendig, um handlungsfähig zu bleiben? Wann wird sie zum vorschnellen Nachgeben? Welche Möglichkeiten haben wir, unser Leben aktiv zu gestalten und was passiert mit uns, wenn uns Grenzen gesetzt werden?

Der Entwicklungspsychologe verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit grundlegenden Fragen der Lebensgestaltung und eröffnet eine differenzierte Perspektive auf Resilienz als Entwicklungsprozess.

Eine kleine grüne Pflanze mit drei Blättern wächst aus einem Riss in einer hellgrauen, rauen Betonoberfläche. Der Riss verläuft diagonal durch das Bild und hebt den Kontrast zwischen dem zarten Pflänzchen und dem harten Untergrund hervor. Symbolisch steht sie für Resilienz und widrige Umstände.

Beim Thema Resilienz zeigt sich, wie wichtig wissenschaftlich fundierte Orientierung in Zeiten gesellschaftlicher und persönlicher Unsicherheiten ist. In unserem Science Talk schaffen gemeinsam mit Professor Greve einen Raum, in dem Forschungserkenntnisse nicht abstrakt bleiben, sondern in Beziehung zum eigenen Leben gesetzt werden können. Fragen aus dem Publikum sind ausdrücklich erwünscht und erweitern die Perspektive über den klassischen Vortragsrahmen hinaus.

Der Science Talk ist eine Kooperation mit Volkswagen Group und wird hybrid in Präsenz und als YouTube-Livestream angeboten, um sie auch einem breiteren interessierten Publikum außerhalb der Region zugänglich zu machen.

  • Donnerstag, 26. März 2026

  • um 18:30 Uhr, Einlass 18:15 Uhr

  • im phaeno Wissenschaftstheater 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Prof. Dr. rer. nat. Werner Greve

Werner Greve ist Professor für Entwicklungspsychologie an der Universität Hildesheim und lehrt unter anderem in den Studiengängen Psychologie und Lehramt. 

Er studierte an der Universität Trier, promovierte 1989 und hat 1998 habilitiert. Von 1994 bis 2004 war er am Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen tätig, zuletzt als geschäftsführender Direktor. 

Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Entwicklung von Selbst und Identität über die Lebensspanne, im Umgang mit Belastungen und kritischen Lebensereignissen sowie in der evolutionären und philosophischen Psychologie. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und Bücher.

Prof. Werner Greve im Portraitfoto. Er trägt ein graues Sakko und ein weißes Hemd vor unscharf grünem Hintergrund