Von Schneemännern in der Winterlandschaft bis zu Palmen auf dem Hochhaus
Detailverliebte Stadtlandschaften, eine 95 Meter lange Kugelbahn und die faszinierenden kinetischen Automaten von Teun de Vries standen in diesem Jahr im Mittelpunkt von phaeno Bricks.
Besonders ins Herz geschlossen habe ich die kleine Szene auf dem Hochhausdach – gemütlich, fast paradiesisch. Eine Palme zauberte Strandfeeling mitten in die Stadt aus LEGO®.
Ganz wie in einer lebendigen Miniaturwelt blieb auch im phaeno nichts wirklich statisch. Drei Tage lang wurde auch mal umgestellt und verfeinert. Ich konnte live verfolgen, wie in der Winterlandschaft Weihnachts- und Schneemänner neue Plätze fanden und Bäume „umgepflanzt“ wurden – pure Spielfreude in Bewegung.

95 Meter und 383 Module für rollende Kugeln
Auch an der gigantischen Kugelbahn war ununterbrochen Betrieb. Immer wieder blieb mal eine Kugel stecken und musste mit viel Geduld und langen Stäben wieder in Fahrt gebracht werden. Bei einer Länge von 95 Metern kein leichtes Unterfangen! Diese sogenannte GBC-Anlage (Great Ball Contraption) war ein echtes Gemeinschaftswerk – 383 Module wurden von zahlreichen LEGO®-Bauer:innen beigesteuert. Die Kugeln meisterten vielfältige Hindernisse, durchquerten ein Labyrinth aus Minifiguren, erklommen bewegliche Stufen und kullerten sogar an einem LEGO®-Krokodil vorbei. Kein Wunder, dass viele Gäste über eine Stunde damit verbrachten, dieser kunstvollen Maschine auf ihrer gesamten Strecke zu folgen.
Direkt neben der Kugelbahn zeigten Wissenschaftler der TU Braunschweig, dass man mithilfe von LEGO®-Bausteinen komplexe Forschung für interessierte Laien sichtbar machen kann. Sie bauten ein funktionsfähiges Rastersondenmikroskop nach, mit dem man Oberflächen live mit einer Sonde “abtasten” kann. Die daraus entstehenden 3D-Karten wurden am Bildschirm angezeigt.

Kinetische Automaten von Teun de Vries aus Amsterdam
Ständig umlagert war auch Teun de Vries mit seinen kinetischen Automaten. Geduldig erklärte er die komplexe Mechanik hinter seinem schwebenden Magier, der die Besucher:innen in Staunen versetzte. Sein neuestes Werk – eine Draisine auf blauen Schienen – zog ebenso alle Blicke auf sich und fuhr unermüdlich ihre Runden.
Doch das war längst nicht alles: detailreiche Harry‑Potter‑Szenen, farbenfrohe Todesstern‑Parodien aus Star Wars, ein sonnengelbes LEGO®‑Schloss im Maßstab 3:1 – überall gab es Neues zu entdecken.

Bauwettbewerb: 19 "Schräge Räume" ausgestellt
Im Zentrum der Ausstellung wurden zudem 19 beeindruckende Bauwerke des phaenoBRICKS-Wettbewerbs präsentiert. Aufgabe war es, den „schrägen Raum“ vom phaeno nachzubauen. Die Interpretationen reichten von futuristisch bis verspielt, und die Jury zeigte sich begeistert von der großen Kreativität und Vielfalt der Ideen.
Zahlreiche Besucher:innen strömten an den drei Tagen phaenoBRICKS in das phaeno – ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr diese faszinierende Mischung aus Technik, Baukunst und Ästhetik Menschen in ihren Bann zieht.
Vielen Dank an die Fangruppe Steineland, die zum wiederholten Male eine große Vielfalt an Bauten gezeigt hat und zugleich mit vielen Mitgliedern an den Bauwerken präsent war, die den Gästen auch Tipps zum Selbermachen gaben. Außerdem sorgten sie dafür, dass die beweglichen Teile angetrieben wurden oder im bunten Licht erstrahlten.
Mehr Infos findest du hier:
phaenoBricks2026













