phaenoSOMMER ☀️

Akkuracer 2026

Auf dem Vorplatz vom phaeno in Wolfsburg drängen sich neugierige Zuschauer:innen, Eltern halten Smartphones in die Höhe, und irgendwo hinter den außergewöhnlichen Fahrzeugen diskutieren Schüler aufgeregt, ob der Reifendruck noch stimmt. Es ist Samstag, der 6. Juni 2026 – und der AkkuRacer geht in seine zwölfte Runde.

Was vor über einem Jahrzehnt als kleines Hochschulprojekt begann, hat sich zu einem der lebendigsten MINT-Wettbewerbe der Region entwickelt. Sechs Teams aus vier Wolfsburger Schulen sind an diesem Tag angetreten, von 10 bis 16 Uhr. Ihre selbstgebauten Elektroflitzer stehen in den Startlöchern. Kein Verbrennungsmotor, keine industriell vorgefertigten Bauteile – nur Teamgeist, technisches Können und ein ganzes Schuljahr harter Arbeit.

Wie alles begann.

Die Idee hinter dem AkkuRacer.

Der AkkuRacer ist ein Projekt der Fakultät Fahrzeugtechnik der Ostfalia Hochschule in Kooperation mit der Stadt Wolfsburg und phaeno. Die Grundidee: Schüler:innen aus der Region bauen über ein gesamtes Schuljahr hinweg ein eigenes Elektrofahrzeug und messen sich dann beim großen Renntag, dem AkkuRacer vor dem phaeno.

Ein wichtiger Grundsatz des Projekts: Die Regeln ändern sich jedes Jahr leicht. Neue Rahmenbedingungen sorgen dafür, dass sich die Teams nicht einfach auf alten Lösungen ausruhen können und neue Teams eine echte Chance haben.

Unterstützt werden die jungen Ingenieur:innen dabei von Studierenden der Ostfalia Hochschule, die als Mentor:innen bei fachlichen und organisatorischen Fragen zur Seite stehen. Eine Win-win-Situation: Die Schüler:innen profitieren von Fachwissen auf Hochschulniveau, die Studierenden sammeln wertvolle Erfahrungen in der Wissensvermittlung und Projektbetreuung.

Das Ziel des Projekts formuliert die Ostfalia Hochschule klar: die Begeisterung junger Menschen für Technik wecken, erste praktische Erfahrungen in der Fahrzeugtechnik und speziell in der Elektromobilität ermöglichen und dabei zeigen, dass Lernen und Spaß keinen Widerspruch bilden.

Zwölf Jahre AkkuRacer.

Ein Projekt wächst.

Seit der ersten Auflage hat sich der AkkuRacer von einer kleinen Hochschulinitiative zu einem festen Bestandteil der Wolfsburger Bildungslandschaft entwickelt. Der Wettbewerb findet seit einigen Jahren auf dem Vorplatz des phaeno statt – eine Kulisse, die dem Event sowohl Sichtbarkeit als auch Symbolkraft verleiht. Wolfsburg wird hier zur Bühne für die nächste Generation von Mobilitätspionier:innen.

Im Laufe der Jahre haben Dutzende Schulen und Hunderte von Schüler:innen am Projekt teilgenommen. Viele von ihnen berichten, dass der AkkuRacer ihr Interesse für Technik, Ingenieurwissenschaften oder ein Studium an der Ostfalia erst richtig geweckt hat. Das Projekt ist damit auch ein langfristiger Beitrag zur Nachwuchsförderung in einer Region, die traditionell eng mit der Automobilindustrie verbunden ist – und die den Wandel zur Elektromobilität aktiv gestalten will.

Der Zeitplan des AkkuRacer 2025/26 spiegelt die Professionalität wider, die das Projekt inzwischen auszeichnet: Nach einer Infoveranstaltung im September letzten Jahres, einem verbindlichen Anmeldeschluss im Oktober und einem „Boxenstopp"-Termin im März zur Zwischenkontrolle, gipfelt alles im großen Renntag am 6. Juni 2026.

Der Renntag – fünf Disziplinen, ein Ziel

🔋 Ausdauer

Wer hält am längsten durch? Diese Disziplin prüft nicht nur die Zuverlässigkeit der Fahrzeugkonstruktion, sondern auch die Fahrstrategie und das Energiemanagement des Teams.

♾️ Slalom

Präzision und Fahrgefühl sind gefragt. Auf einem abgesteckten Parcours zeigen die Teams, wie gut sie ihr Fahrzeug im Griff haben.

📝 Präsentation

Ingenieur:innen müssen ihre Ideen erklären können. Die Teams stellen ihr Fahrzeug, ihre Konstruktionsentscheidungen und ihre Learnings vor einer Jury vor.

⏱️ Sprint

Wer ist der schnellste? Das klassische Beschleunigungsrennen – einfach in der Idee, aufregend in der Ausführung.

💡 Design

Technik und Ästhetik sind keine Gegensätze. Wie haben die Teams ihr Fahrzeug gestaltet? Originalität, Ausführungsqualität und Gesamteindruck fließen in die Bewertung ein.

Gesamtsieg 2026.

Die Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule triumphiert.

Am Ende eines langen, aufregenden Wettkampftages stand das Ergebnis fest: Die Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule (HNG) gewinnt den 12. AkkuRacer und sichert sich den Gesamtsieg 2026.

Mit konstant starken Leistungen quer durch alle Disziplinen, aber besondersin Ausdauer und Design überzeugte das HNG-Team. Die Plätze zwei und drei gingen an das Ratsgymnasium und an das zweite Team der Hoffmann-von-Fallersleben-Schule.

Als Belohnung für den Gesamtsieg wartet auf das HNG-Team neben dem Wanderpokal und einer Urkunde auch ein besonderes Erlebnis: eine Einladung zum E-Kartfahren in Hannover. Der zweite und dritte Platz wurden ebenfalls mit Urkunden geehrt.

Ergebnisse in den Einzeldisziplinen.

Ausdauer

  1. Platz: Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule (HNG)
  2. Platz: Ratsgymnasium
  3. Platz: Hoffmann-von-Fallersleben-Schule, Team 2

Design

  1. Platz: Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule (HNG)
  2. Platz: Ratsgymnasium
  3. Platz: Hoffmann-von-Fallersleben-Schule, Team 2

Präsentation

  1. Platz: Ratsgymnasium
  2. Platz: Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule (HNG)
  3. Platz: Leonardo-da-Vinci-Schule, Team 2

Slalom

  1. Platz: Hoffmann-von-Fallersleben-Schule, Team 2
  2. Platz: Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule (HNG)
  3. Platz: Hoffmann-von-Fallersleben-Schule, Team 1

Sprint

  1. Platz: Ratsgymnasium
  2. Platz: Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule (HNG)
  3. Platz: Hoffmann-von-Fallersleben-Schule / Realschule 2

Vielen Dank an alle Schulen. Ihr habt Großartiges geleistet.

 

 

Mehr als ein Rennen.

Natürlich ist der Wettbewerb das Herzstück des AkkuRacers. Aber wer den Schüler:innen bei ihrer Arbeit zuschaut – beim Schrauben, Diskutieren, Tüfteln, Präsentieren – erkennt schnell: Hier passiert viel mehr als ein Schulprojekt.

Der AkkuRacer gibt jungen Menschen die Möglichkeit, echte Ingenieurarbeit zu erleben: eine Aufgabe definieren, kreative Lösungen entwickeln, technische Entscheidungen treffen, Rückschläge verarbeiten, im Team kommunizieren und am Ende stolz auf etwas sein, das sie mit eigenen Händen gebaut haben. Diese Erfahrungen sind nicht in einem Lehrbuch zu finden.

Gleichzeitig setzt das Projekt ein Zeichen: Elektromobilität ist keine abstrakte Zukunftstechnologie, sondern etwas, mit dem man heute schon – und zwar handfest – arbeiten kann. Für eine Stadt wie Wolfsburg, die sich mitten im Wandel der Automobilindustrie befindet, ist das keine Kleinigkeit.

Dank und Ausblick.

Ein herzlicher Glückwunsch gilt allen teilnehmenden Teams und ihren Betreuer:innen. Besonderer Dank geht an die Studierenden der Ostfalia Hochschule, die das Projekt über das gesamte Schuljahr begleitet haben und an die Stadt Wolfsburg, ohne die der AkkuRacer in dieser Form nicht möglich wäre.

Projektleiter Prof. Dr. Michael Kolbus und sein Team haben auch in der zwölften Auflage bewiesen, dass das Format nichts von seiner Strahlkraft verloren hat – im Gegenteil. Danke auch an die Stadt Wolfsburg, an Iris Bothe, Stadträtin für Jugend, Bildung, Integration & Soziales und Torsten Koch, Koordination Hochschule, an Michel Junge (CEO phaeno) und Davy Champion, Kurator im phaeno und verantwortlich seitens phaeno für die Organisation der Veranstaltung. VIELEN DANK  🏁

Wir freuen uns schon auf den 13. AkkuRacer.