Unter Strom

Elektrizität & Magnetismus

Im neuen Bereich „Unter Strom“ könnt ihr zentrale physikalische Grundlagen zu Elektrizität und Magnetismus auf spannende, intuitive Weise erforschen: Hochspannung, Induktion, statische Kräfte und magnetische Felder werden sichtbar, hörbar und begreifbar. Mit interaktiven Stationen taucht ihr ein in die Grundlagen, die unsere moderne Welt antreiben — und erhaltet einen Einblick in Schlüsselthemen unserer Zukunft.

Jetzt entdecken.

  • Für Kinder, Jugendliche & Erwachsene: Perfekt für alle die Spaß am Experimentieren haben und physikalische Phänomene verstehen möchten.
  • Für Schulenklassen & Lehrkräfte: Der Bereich eignet sich besonders für Schulklassen und Lernprojekte – Physik und Elektrotechnik können hier ganz praktisch und lebendig vermittelt werden.
  • Für Familien mit Kindern: Für jüngere Kinder sind bestimmte Exponate besonders spannend — etwa der künstlerische Bereich mit Licht und Klang oder die bezaubernden „tanzenden Magnetigel“.

Für ALLE, die sich für Wissenschaft und Technik interessieren! Kommt vorbei und erforscht den faszinierenden Bereich „Unter Strom“! Überzeugt euch selbst davon, wie spannend Physik sein kann.

Oasis 2 - Wann leuchten welche Neonröhren?

Drücken, festhalten, staunen: Sobald der Startknopf gedrückt wird, springt der Funke über. Welche Neoröhren leuchten, entscheidet sich jedes Mal neu.

Der Künstler Cork Marcheschi nutzt sogenannte Jakobsleitern: Paare aus Metallstäben, die parallel geschaltet und mit einer Hochspannungsquelle von etwa 15.000 Volt versorgt werden. Springt an einer Jakobsleiter ein Funke über, kann dort Strom fließen – und eine oder mehrere Neonröhren beginnen zu leuchten. Gleichzeitig bleiben die anderen Stabpaare kurzzeitig ohne Funkenüberschlag.

Fließt Strom durch die Metallstäbe, entsteht ein Magnetfeld. Die Stäbe stoßen sich leicht ab, beginnen zu schwingen und geraten ins Schaukeln. Dabei reißen die Funken immer wieder ab und zünden an anderer Stelle neu. So entstehen zufällige, rhythmische Ein- und Ausschaltungen der Neonröhren.

Ein Exponat, das Hochspannung sichtbar macht – und zeigt, wie aus physikalischen Kräften ein lebendiges Spiel aus Licht, Bewegung und Zufall wird.

Bandgenerator | Van‑de‑Graaff‑Generator.

Am Bandgenerator wirst du selbst zum Teil eines gigantischen Stromkreises. Sobald du die Metallkugel berührst, verteilen sich Abermilliarden negativer Ladungen auf deinem Körper. Das Problem: Gleichnamige Ladungen stoßen sich extrem ab. Da jedes deiner Haare nun gleich geladen ist, versuchen sie, den maximalen Abstand zueinander zu gewinnen. Sie flüchten buchstäblich voneinander weg – der einzige Ausweg ist steil nach oben!

So spektakulär das aussieht: es ist völlig ungefährlich. Die Spannung ist zwar sehr hoch, die Stromstärke jedoch extrem gering. Deshalb gibt es höchstens ein breites Grinsen oder eine neue Lieblingsfrisur – aber kein Risiko.

Bist du bereit, unter Strom zu stehen?

Tanzende Magnetigel – David Durlach.

Feine Eisenteilchen formen kleine, igelartige Gebilde und machen sichtbar, wie Magnetfelder wirken. Sie richten sich entlang der magnetischen Feldlinien aus – und zeichnen diese ganz von selbst nach.

Im Zusammenspiel von Permanentmagneten und computergesteuerten Elektromagneten entstehen ständig neue Felder. Auf Knopfdruck beginnen die Magnetigel sich zu bewegen: mal ruhig und fließend, mal dynamisch – sogar im perfekten Technobeat.

Mit dem interaktiven Pad wird du selbst zur Choreografin oder zum Choreografen: Die Bewegung der eigenen Hand steuert die Elektromagneten unter den 4×4 Metallfeldern. Ein Programm regelt die Stromstärken der einzelnen Magnete – und bringt die Eisenteilchen zum Tanzen.

Ein Exponat, das Physik hörbar, sichtbar und überraschend rhythmisch macht – Magnetfelder können eben nicht nur ordnen, sondern auch grooven.

Elektrische Flöhe – wenn Ladung hüpfen lernt.

Reiben, schauen, staunen: Wird die Kuppel oder Glasplatte mit dem Fell gerieben, passiert etwas Überraschendes. Die kleinen Styroporkügelchen oder Späne im Inneren beginnen zu springen – fast wie winzige Flöhe. Sie werden von der Oberfläche angezogen, prallen ab oder weichen zur Seite aus.

Der Grund dafür ist elektrostatische Aufladung. Durch das Reiben wird die Kuppel elektrisch geladen. Manche Kügelchen werden angezogen, andere – wenn sie bereits gleich geladen sind – wieder abgestoßen. Berührt man die Kuppel mit der Hand, fließt die Ladung über den Körper ab. Die Kügelchen verlieren ihren „Antrieb“ und fallen nach unten.

Was hier sichtbar wird, passiert ständig um uns herum – nur meist unbemerkt. Alle Materialien bestehen aus positiven und negativen Ladungen. Normalerweise gleichen sie sich aus. Erst wenn Ladungen ungleich verteilt sind, entsteht elektrische Spannung. Beim Reiben wandern Elektronen von einem Material zum anderen. Manche Stoffe halten Elektronen besonders gern fest, andere geben sie leichter ab.

Weil sich elektrische Ladung auf isolierenden Materialien sammeln kann, bleiben die Effekte hier gut sichtbar. Und manchmal sogar spektakulär: von springenden Kügelchen bis zu Funken und Blitzen.

Ein Exponat, das zeigt, wie aus Reibung Bewegung wird – und wie lebendig Elektrizität sein kann.

MagnetSkulpturen – Bauen mit unsichtbarer Kraft.

Hier wird aus unscheinbaren Scheiben ein echtes Kunstwerk – und schon die Kleinsten haben Spaß daran! Die Metallscheiben bestehen aus Eisen und sind eigentlich unmagnetisch. Bringt man jedoch einen Magneten in ihre Nähe, passiert etwas Spannendes: Die Scheiben werden vorübergehend magnetisch und ziehen sich gegenseitig an.

So lassen sich aus simplen Scheiben kleine Türme, Figuren oder fantasievolle Skulpturen bauen – alles nur mit der Kraft der Magnetismus. Dabei entdecken Kinder und Erwachsene spielerisch, wie unsichtbare Kräfte Formen entstehen lassen und wie aus einfachen Elementen etwas ganz Besonderes entstehen kann.

Ein Exponat, das zeigt: Magnetismus ist nicht nur Physik – er macht auch jede Menge Spaß!

Für Schule & Unterricht

  • Experimente zum Mitmachen: Physik statt Frontalunterricht — Strom, Spannung, Magnetismus werden lebendig.
  • Themen für Lehrpläne: Elektromagnetismus, Energie, Technik, Nachhaltigkeit — ideal für Unterricht in Physik, Naturwissenschaften und Technik.
  • Vermittlung von Zukunftsthemen: Energie, Technologie, Wissenschaft – mit realem Erlebnis-Charakter.
  • Lernfreundlich & sicher: Viele Exponate sind selbsterklärend, sicher und eignen sich auch für Gruppen und Schulklassen.
  • Unterstützend bieten wir zum Thema auch verschiedene EntdeckerTouren an.
  • Ein umfangreiches Workshop-Programm ergänzt das Thema Elektrizität & Magnetismus. 

phaeno - der außerschulische Lernort

Unsere Ausstellungen

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Enjoy the Science im Kunstmuseum Wolfsburg 10. Februar 26 — 30. April 26
Unter Strom Dauerausstellung
Wellenwunder Dauerausstellung
Bildertanz Dauerausstellung
Startrampe Dauerausstellung